Schneller Internetzugang mit htp

Nachdem der Landkreis Wolfenbüttel in den vergangenen Jahren gemeinsam mit dem Anbieter htp das schnelle Internet im Landkreis nach und nach ausgebaut hat, haben wir uns auch für einen Anbieterwechsel entschlossen, und - so viel sei vorweg gesagt - es nicht bereut. Wir haben den kombinierten Anschluss für Internet und Telefon (NGN) gewählt, alles wird nun über eine vom Anbieter bereitgestellte Fritzbox 7490 gesteuert. Was die alles kann, ist der umfangreichen Bedienungsanleitung zu entnehmen. Und sie "kann" es nicht nur, sie tut es auch alles!

Installation

Der komplette bisherige Apparat (DSL-Modem, DSL-Splitter, Basis für schnurlose Telefone, Fritzbox für Internet) mit zugehörigem Kabelsalat ist verschwunden. Es genügt allein die neue Fritzbox mit einem einzigen Kabel zur Telefonsteckdose, unglaublich einfach! Irgendein PC wird per beiliegendem Netzwerkkabel an die Fritzbox angeschlossen, und mithilfe einer verständlichen Bedienungsanleitung wird die Fritzbox eingerichtet, nachdem sie sich über die Telefonleitung schon Anschlusskennung und andere Daten vom Anbieter geholt hat, auch alle Telefonnummern für die Telefone. Es gibt da also kaum etwas zu tun, das meiste läuft von selbst, super benutzerfreundlich. Probleme? Keine!

Geschwindigkeit

Die Geschwindigkeit beträgt bei unserem Tarif im Download 50 Mbit/s, im Upload 11 Mbit/s. Aufgrund unserer Heimvernetzung kommt das so nicht bei jedem PC an, vor allem nicht über WLAN, aber die Geschwindigkeitssteigerung gegenüber dem bisherigen Telekom-DSL-Anschluss (ca. 3 Mbit/s Download, 384 kbit/s Upload) ist dennoch ganz enorm. Vor allem wenn man gelegentlich größere Datenmengen irgendwo hochladen möchte, macht sich der Unterschied sehr stark bemerkbar, das ist jetzt im Handumdrehen erledigt. Vorher habe ich meistens vor dem Schlafengehen Uploads gestartet, und am nächsten Morgen waren sie dann endlich fertig. Mit der Geschwindigkeitsmessung nach www.wieistmeineip.de bin ich jedenfalls völlig zufrieden, Ergebnis im Vergleich zu vorher hier:


Telefonie

Die bisherigen Telefonnummern konnten problemlos mit übernommen werden, die vorhandenen schnurlosen DECT-Telefone konnten allesamt direkt an der neuen Fritzbox angemeldet werden. Die bisherige, jetzt funktionslose Basis dient nur noch als Ladestation für eines der Telefone, die anderen haben sowieso eigene Ladeschalen. Die Fritzbox ist mit Telefonbuch, Anrufbeantworter, Wecker und weiteren Optionen ausgestattet, alles lässt sich bequem über den PC einrichten. Probleme? Keine!

Heimnetz

LAN (verkabeltes Heimnetz) oder WLAN (Funknetz) lassen sich ebenso bequem über PC einrichten wie alles andere. Die insgesamt vier LAN-Anschlüsse lassen sich wahlweise als 100 Mbit- oder als GBit-Netzwerkanschlüsse betreiben. Ein Anschluss des LAN an der Fritzbox lässt sich als "Gastzugang" einrichten, so dass Besucher dort über Netzwerkkabel Internetzugriff haben, aber keinen Zugriff auf das Heimnetz. Ebenso lässt sich für das WLAN ein Hotspot für Gäste konfigurieren, der einen anderen Schlüssel zugewiesen bekommt als das interne Heimnetz. Diese Daten lassen sich ausdrucken, damit man Gästen diesen Schlüssel zur Verfügung stellen kann. Der Schlüssel für das Gäste-WLAN kann jederzeit verändert werden.

Weitere WLAN-Geräte wie Smartphones oder Satreceiver lassen sich per DHCP problemlos ins Heimnetz einbinden, feste IP-Adressen lassen sich im Fritzbox-Menü bei Bedarf ebenfalls einrichten. Für den Satreceiver ist das z.B. sehr sinnvoll, wenn er vom PC aus über einen Browser erreichbar ist, dann genügt das Abspeichern der fest eingestellten IP.

Kosten

Die Fritzbox 7490 gab es vom Anbieter laut Rechnung für schmale 50 € + MWSt geliefert, die wenigen Tage des ersten Anschlussmonats wurden tagegenau berechnet, sehr fair. Die monatlichen Kosten für das Gesamtpaket (Internet-Flat 50 Mbit/s, Telefon-Flat) betragen brutto weniger als 60,00 €, sind also trotz erheblich besserer Leistungen geringer als beim vorherigen Anbieter.

Service beim Problemen

Wenn es individuelle Verbindungsprobleme gibt, wird einem über die Hotline in der Regel kompetent geholfen. Wenn es allerdings großräumige Probleme gibt wie z.B. am 27. - 28.6.2017, dann ist weder die Hotline erreichbar, noch gibt es irgendeine Art von Information, nicht einmal auf der htp-Homepage, die Firma taucht sozusagen ab. Das ist in der heutigen Zeit nicht akzeptabel, zumal in vielen Fällen nicht nur die Internetverbindung, sondern das komplette Festnetz mit Telefon lahmgelegt ist. Richtig ärgerlich ist das für Firmen und für die Leute, die im Homeoffice arbeiten.

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